BannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbild
Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Alarmierungen

Wenn die Sirenen heulen

 

Am Donnerstag, 8. Dezember, wird im Rahmen eines bundesweiten Warntages die Warnung der Bevölkerung vor größeren Schadensereignissen und Gefahrenlagen mittels Sirenen, Warn-Apps und Warnmeldungen auf Mobiltelefonen getestet. Da sowohl das Sirenennetz als auch der Cell Broadcast noch im Aufbau sind, können eventuell am Warntag nicht alle Signale und Nachrichten übermittelt werden.

 

Der Probealarm wird um 11:00 Uhr mit einem einminütigen gleichbleibenden Dauerton ausgelöst, der im Ernstfall Entwarnung bedeutet. Nach einer fünfminütigen Pause ertönt um 11:06 Uhr ein auf- und abschwellender Heulton für ebenfalls eine Minute. Dabei handelt es sich um das eigentliche Warnsignal, das bei einem echten Notfall auf eine Gefahrenlage hinweist. Nach einer weiteren Pause von fünf Minuten schließt um 11:12 Uhr wieder das einminütige Signal Entwarnung den Probealarm ab. Ziel dabei ist es, die Infrastruktur der Sirenen zu testen und zugleich das Bewusstsein in der Bevölkerung für diese Signale zu stärken.

 

Grundsätzlich werden die Bürgerinnen und Bürger heute auf verschiedenen Wegen über Sirenen, Warn-Apps, Lautsprecherfahrzeuge, Radio und Fernsehen, Soziale Medien und voraussichtlich ab Februar 2023 auch über den neuen Cell Broadcast, der Meldungen auf alle in einer Funkzelle eingebuchten Mobilfunkgeräte sendet, gewarnt.

 

 

 

Sirenenalarm

Sirenen sind laut und gut dafür geeignet, Personen auch im Schlaf über eine bevorstehende Gefahr zu alarmieren. Sie werden als Warnmittel für die Bevölkerung, aber zum Teil auch noch in einer Übergangszeit zur Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehren betrieben. In Wülfrath sind die Bereitschafts-Einsatzkräfte mit Funkalarmempfängern ausgerüstet, die Sirenen werden daher nur bei Vollalarm, d. h. wenn sämtliche Feuerwehrleute benötigt werden, ausgelöst. Das Signal für die Feuerwehr – ein einminütiger gleichbleibender Dauerton, der zweimal unterbrochen wird – unterscheidet sich aber deutlich von dem Warnsignal für die Bevölkerung.

 

Wer also außerhalb der Zeiten des Probealarms den charakteristischen auf- und abschwellenden Heulton von Sirenen hört, sollte sofort nach Möglichkeit ein Gebäude aufsuchen, Türen und Fenster geschlossen halten, Lüftungs- und Klimaanlagen abstellenund das Radio für weitere Informationen zum Schadensereignis und zu Verhaltenshinweiseneinschalten.

Auch über die Webseiten der Stadt https://www.wuelfrath.net/startseite/ und der Feuerwehr https://www.feuerwehr-wuelfrath.org/ können Informationen zur Gefahrenlage abgerufen werden. Die Hinweise zu bestimmten Verhaltensweisen dient nicht nur der eigenen Sicherheit, sondern erleichtert auch die Arbeit der Einsatzkräfte. Bitte blockieren Sie nicht die Notrufnummern 110 oder 112 mit Rückfragen, sondern rufen Sie dort nur bei einem echten Notfall an!

Weitere Informationen zu den Sirenensignalen und entsprechende Audiodateien zum Download finden Sie unter dem Link https://www.im.nrw/themen/gefahrenabwehr/warnung

 

 

Radio

Für den Empfang von Informationen zur Gefahrenlage und zu entsprechenden Handlungsempfehlungen sollte nach Möglichkeit ein netzunabhängiges Radiogerät bereitgehalten werden. So können auch bei Stromausfällen, wenn Computer und Mobiltelefone keine Energie mehr haben, Lageberichte und Hinweise der Behörden verfolgt werden. Bei batteriebetriebenen Modellen ist es sinnvoll, ausreichend Ersatzbatterien vorzuhalten. Alternativen sind Geräte mit Solarpanel oder Kurbelradios, deren Akkus mittels Handkurbel aufgeladen werden. Mit den meisten Radios können alle nationalen Sender im AM- und FM-Bereich empfangen werden. Wer zusätzlich auf internationale Berichte Wert legt, sollte sich für ein Gerät mit DAB+ oder einen Weltempfänger mit Kurzwelle entscheiden. Wenn kein Radio im Haushalt vorhanden ist, kann zur Not auch das Autoradio herangezogen werden, um an Informationen zu kommen, was natürlich immer auch mit einem Gang zum Fahrzeug verbunden ist.

 

In Wülfrath stehen zwei Frequenzen zur Verfügung, auf denen Warnmeldungen und Hinweise der Behörden verbreitet werden: WDR 2 auf 99,2 MHz und Radio Neandertal auf 97,6 MHz. Beachten Sie auch zusätzlich Durchsagen und Sprachausgaben von Lautsprecherwagen der Feuerwehr.

 

 

Warn- und Notruf-Apps​

Über das bundeseigene satellitengestützte Modulare Warnsystem MoWaS werden alle Lagezentren von Bund und Ländern, die angeschlossenen Leitstellen der Landkreise und kreisfreien Städte sowie die Deutsche Bahn und Betreiber von digitalen Werbetafeln mit Gefahren- und Unwetterwarnungen versorgt. Damit können die Leitstellen Radio und Fernsehen aber auch Warn-Apps ansteuern, die auf Mobiltelefonen installiert sind. Alle Apps sind kostenlos im App Store für iOS-Geräte und im Google Play Store für Android-Geräte erhältlich.

 

Die Warn-App NINA steht für „Notfall-Informations- und Nachrichten-App“ und warnt nicht nur mit Push-Benachrichtigungen vor Gefahren und Großschadenslagen, sondern enthält auch ereignisbezogene Verhaltenshinweise und Notfalltipps zur richtigen Vorbereitung auf mögliche Gefahren. Auch Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und Hochwasserinformationen sind in die App integriert. Sie können entweder über die App IhrenStandort teilen und/oder bestimmte Orte festlegen, für die Warnmeldungen empfangen werden sollen. Für jede Art der Warnung lässt sich ein spezieller Warnton einstellen.

 

Die Warn-App KATWARN dient ebenfalls der schnellen Information im Katastrophenfall. Die Warnungen und Handlungsempfehlungen beziehen sich immer auf den aktuellen Standort des Handys. Zusätzlich können auch hier weitere Orte eingespeichert werden, für die Sie Warnungen und Meldungen erhalten möchten. Das Programm funktioniert auch auf älteren Handys. Dazu muss eine SMS mit der jeweiligen Postleitzahl, also folgende Nachricht an die Rufnummer 0163 755 88 42 gesendet werden: KATWARN 42489. Die Warnungen für Wülfrath werden dann als SMS auf das Handy geschickt.

 

Die Warn-App BIWAPP steht für „Bürger-Info-und-Warn-App“. Sie warnt nicht nur vor Gefahren in den jeweils ausgewählten Orten einschließlich der Umkreise, sondern meldet auch Verkehrsunfälle oder Schulausfälle, wenn sie dazu von den Behörden freigegebenworden ist. Die Mitteilungen können nach verschiedenen Kategorien gefiltert werden. Auf Wunsch kann eine Push-Benachrichtigung oder auch eine SMS empfangen werden. Ein wichtiger Vorteil dieser App ist die Möglichkeit, einen automatisierten Notruf abzusetzen, der der Leitstelle den jeweiligen Standort mitteilt.

 

Die Warn-App DWD WarnWetter des Deutschen Wetterdienstes warnt per Push-Nachricht ausschließlich vor aktuellen Gefahren durch die Wetterlage, wie Sturm, Niederschlag, Gewitter, Schnee oder Glätte. Eine Hochwasser-Karte warnt zudem vor Überschwemmungen. Die Basisversion ist kostenfrei, für den vollen Funktionsumfang müssen jedoch – anders als bei den anderen Warn-Apps – 1,99 € bezahlt werden.

 

Mit der Notruf-App NORA erreichen Sie direkt die jeweils zuständigen Einsatzleitstellen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. NORA ist so aufgebaut, dass auch mit geringen Sprachkenntnissen oder ohne zu sprechen ein Notruf mit den wichtigsten Informationen abgesetzt werden kann. Daher ist diese App für Menschen mit Hör- und Sprachbehinderungen eine gute Möglichkeit, selbstständig einen Notruf zu tätigen. Durch die Standort-Funktion des Mobilgerätes ist auch eine Ortung möglich, wenn man z. B. nicht weiß, wo man sich genau befindet. Auf Wunsch können Sie darüber hinaus in einem Text-Chat mit der Leitstelle kommunizieren. Schließlich lässt sich die App in der Funktion „Stiller Notruf“ in Situationen verwenden, in denen der Notruf von der Umgebung möglichst unbemerkt bleiben soll. Um die Nutzung der Notruf-App ohne vorliegenden Notfall soweit wie möglich auszuschließen, ist eine Registrierung vor Einsatz der App erforderlich. Hierbei können auf Wunsch auch persönliche Daten wie Alter, Vorerkrankungen oder Behinderungen sowie sonstige Angaben hinterlegt werden.

 

In Notsituationen kann das Mobiltelefon also sehr nützlich sein. Daher ist es ratsam, für einen möglichst langen Betrieb des Telefons zu sorgen. Insbesondere bei einem Stromausfall wäre eine alternative Lademöglichkeit, z. B. durch eine aufgeladene Powerbank mit Solarpanel, hilfreich. Ansonsten sollte nach Möglichkeit Akkukapazität durch Reduzierung der Display-Helligkeit und zeitweise Einschaltung des Flugmodus eingespart werden.

 

Natürlich können Warnmeldungen auch im Internet über www.warnung.bund.de abgerufen werden.

 

 

Cell Broadcast

 

Da nicht davon ausgegangen werden kann, dass alle Mobiltelefon-Besitzer eine Warn-App heruntergeladen haben, ist zur flächendeckenden Warnung der Bevölkerung einer betroffenen Region der Mobilfunk-Kurznachrichtendienst Cell Broadcast entwickelt worden. Das Installieren oder Registrieren wie bei Warn-Apps entfällt bei diesem System. Hierwerden Push-Nachrichten, vergleichbar mit einem Rundfunk-Signal, auf alle Endgeräte gesendet, die in den jeweils nach Ausbreitung einer Gefahr ausgewählten Funkzellen eingebucht sind. 

 

Selbst Nutzer alter Handys empfangen die mit maximal 1.395 Zeichen überschaubaren Warnmeldungen als SMS. Allerdings müssen die Mobiltelefone eingeschaltet, nicht im Flugmodus und empfangsbereit sein. Detaillierte Handlungsempfehlungen wie bei Warn-Apps sind aufgrund der limitierten Zeichenzahl nicht möglich. Je nach Wichtigkeit wird der Eingang einer Cell-Broadcast-Warnmeldung durch eine Kombination von lauten, markanten Tonsignalen und blinkenden Displays sowie durch einen Vibrationsalarm begleitet. Dabei wird auch die Lautlos-Einstellung umgangen. In der Regel sind die Warnmeldungen standardmäßig in den Mobiltelefonen aktiviert, Test-Warnungen wie am 8. Dezembermüssen allerdings beim iPhone unter Einstellungen/Mitteilungen/Cell Broadcast Alerts erst eingeschaltet werden. Auf Android-Geräten findet man die Einstellungen in der Regel über ein Untermenü wie „Sicherheit und Notfall“ im Menü Einstellungen. Wer beim Testlauf am 8. Dezember keine Nachricht empfangen hat, kann dies unter www.warnung-der-bevöelkerung.de melden. Bis zum Februar 2023 ist das System noch in der Testphase und soll dann auf ganz Deutschland ausgerollt werden.

 

Notfallpläne

 

Bei den Wülfrather Hilfsorganisationen (DLRG, DRK, Feuerwehr, THW) sind zudem Notfalldosen erhältlich, in der wichtige Informationen über den Patienten, wie Erkrankungen, Allergien und Medikamente aufgelistet sind. Die Dose wird im Kühlschrank aufbewahrt, da ein solcher in nahezu jeder Wohnung vorhanden und durch Rettungskräfte leicht aufzufinden ist. Anhand eines kleinen Aufklebers erkennt der Rettungsdienst gleich beim Betreten der Wohnung, dass eine Notfalldose verfügbar ist und kann seine Erstversorgung entsprechend anpassen. Gegen eine kleine Spende kann die Notfalldose im Bürgerbüro, in der Wülfrather Medienwelt oder in der DRK-Geschäftsstelle erworben werden.

 

 

Alarmierung

Facebook